Durchstieg zum Fahrerhaus

Die Verbindung von Koffer und Fahrerhaus wird verlangt, sobald Sitzplätze im Koffer eingetragen werden. Somit ein Thema bei mir, denn wir wollen mit Kindern zu viert reisen.

Voraussetzung dafür ist eine dauerhafte Sprechverbindung zwischen Koffer und Fahrerhaus. Wie dies realisiert wird, ist erstmal offen. Alternativ zum Durchstieg wäre auch eine Wechselsprechanlage denkbar.

Ich habe mich für den Durchstieg entschieden. Es gab mehrere Gründe dafür:

  • Die Verbindung kann während der Fahrt genutzt werden. Natürlich nicht bei voller Geschwindigkeit 😉 Im Stop and Go aber kann es sehr praktisch sein wenn die Blase drückt. Auch kann man die Kinder kaum auf ihren Plätzen halten, ein ständiges hin und her…
  • In Gefahrensituationen kann ohne Verlassen des Fahrzeuges die Flucht angetreten werden. Die Gefahr muss dabei nicht immer von Menschen ausgehen. Einen Braunbären sehe ich in diesem Zusammenhang auch als potentielle Gefahr an.
  • Bei strömenden Regen freut man sich eventuell auch, trockenen Fusses den Wohnkoffer zu erreichen. Oder bei Schlamm ist die Beziehungskrise vorprogrammiert. Auf den paar Metern kann man ne Menge Dreck aufsammeln.

Für die Umsetzung einer wasser- und schmutzdichten Verbindung gibt es unterschiedlichste Lösungen. Von eingeklemmter LKW Plane bis hin zu professionellen Lösungen der Fahrzeughersteller ist alles machbar. Die Profilösung war mir ehrlich gesagt zu teuer.

Am Ende ist es nur eine verschweißte PVC Plane in einem Stahlrahmen.

Oder man nehme den sogenannten Gummifaltenbalg. Es gibt unterschiedliche Bezugsquellen dafür. Ich habe ihn von Hans-Peter Hommes (www.ubelix.de) bezogen. Auf Youtube findet man von ihm eine sehr gute Anleitung, was honoriert werden sollte.

Am Fahrerhaus war bereits alles vorbereitet. Dummerweise wird der Faltenbalg bei mir außen aufgesteckt. Hier gehen bereits einige Zentimeter verloren, da der Faltenbalg ein Mindestmaß für den Abstand zwischen Koffer und Fahrerhaus benötigt.

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Zwischen Koffer und Fahrerhaus wollte ich keine Aufbaulänge verschenken. Am Ende wären 150 mm nötig gewesen, um den großen Faltenbalg zu verbauen.

Also musste ich mir am Koffer etwas einfallen lassen. Das exakte Gegenstück des Durchstieges vom Fahrerhaus hatte ich bereits fertig liegen.

Bis auf das Anzeichnen am Koffer, sollte der zweite Rahmen nicht weiter verwendet werden.

Spannungen und damit Verwerfungen des Faltenbalgs lassen sich nur vermeiden, wenn die Ausschnitte möglichst identisch sind.

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Ich entschied mich dafür, das innere Alu Blech der Sandwichplatte für den Blag zu verwenden. Um diesem trotzdem genügend Bewegungsspielraum zu lassen, musste die Außenwand größer ausgeschnitten werden.

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Als die Isolierung entfernt war, konnte gemessen werden. Abgekantete Alu Profile sollen nun Dichtig- und Festigkeit herstellen.

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Das ganze wird verklebt. Zusätzliche Nieten sollen vermeiden, dass sich unter Belastung das Alublech vom Sandwich löst. Dies darf unter keinen Umständen passieren.

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Am Ende sogar eine gewichtssparende Lösung.

Die Tür zum Gasfach wird später nicht mehr erreichbar sein, wurde wie man sieht verschlossen.

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Erleichterung nach der Hochzeit mit dem Fahrgestell. Der Durchstieg passt.

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Dummerweise steht vor dem Durchstieg der Kleiderschrank. Einen potentiellen Dieb dürfte das zumindest ein paar Minuten beschäftigen.

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Das wird natürlich noch geändert.

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