Tank, Batterien und Luftkessel ziehen um

Für den Einstieg in die Mannschaftskabine besitzt die Feuerwehr einen Tritt zwischen den Achsen. Mit Hilfe des mächtigen Tritts konnte man von beiden Seiten in den hinteren Teil des Fahrerhauses einsteigen.

Entlang dieses Tritt und unter der Kabine fand ich die Luftkessel, den Tank und die Batterien. Die gesamte Installation nahm fast den gesamten Platz zwischen den Achsen in Anspruch. Platz für zusätzliche Tanks oder Staukästen war somit vertan.

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Das konnte natürlich nicht so bleiben, der Tank war zumal mit 70 Litern zwar für einen Feuerwehreinsatz ausreichend, aber für längere Strecken viel zu klein. Dagegen waren die Batterien überdimensioniert, was man anhand der vielen Verbraucher verstehen kann. Ausmaße und das Gewicht machten schnell klar, dass auch die Batterien weichen müssen.

Beim Rückbau des Tritt, musste ich schnell feststellen, das alles miteinander befestigt war. Luftkessel, Tank und Tritt teilten sich Halter, Die Batterien waren am Tritt befestigt… alles musste ab.

Jedoch leichter gesagt als getan…

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Ich kann nur empfehlen, die Leitungen farblich zu markieren. Es sind mehr Leitungen als man denkt, es hat mir zumindest sehr geholfen. Viele Leitungen enden im Verbund am Rahmen und lassen sich ohne weiteres nicht zuordnen. Entweder hatte ich eine Leitung nicht markiert oder der Kabelbinder war abgegangen. Doch bevor Panik aufkam, konnte ich schnell den passenden Anschluss finden. Ist alles durchgehend markiert, kann man Fehler nach Ausschlussprinzip finden.

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Die Luftkessel fanden ihr neues Zuhause im Fahrzeugrahmen. Unter der Traverse hinter dem Verteilergetriebe fand ich Platz. Es ging jedoch nur, indem ich die langen Kessel versetzt einbaute. Vorn am Verteilergetriebe störte die Kardanwelle zur Hinterachse. Und auch der Hinterachse möchte ich ausreichend Platz für Bewegung lassen.

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Zusätzlich zur Traverse habe ich einen Halter für die Befestigung angefertigt. Nach mehrmaligem An- und Abbauen konnte ich endlich die richtige Position finden. Es braucht eine Weile und ich musste viel mehr umbauen als ursprünglich geplant war.

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Beim Umsetzen der Druckluftkessel waren Druckregler, Lufttrockner und Regenerationsbehälter im Weg. Dafür fand ich hinter der Achse ausreichend Platz. Für das Vierkreis-Schutzventil musste ein Platz in der Nähe der Kessel gefunden werden, ansonst hätte ich zahlreiche Leitungen neu verlegt müssen. In dem riesigen Durcheinander wäre dies keine gute Idee gewesen.

Der alte Dieseltank weicht einem 400 Liter größerem Pendant. Um das Fahrzeuggewicht nicht zu verschlechtern, ist dieser in Aluminum sogar etwas leichter.

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Die Konsolen habe ich überarbeitet, sodass der Tank auch die Funktion des Unterfahrschutzes erfüllt. Bis zum Boden messe ich nun genau die geforderten 55 cm.

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Für den Batteriehalter bin ich ähnliche Wege gegangen. Einen originalen Mercedes Batteriehalter habe ich solange bearbeitet, bis er den Maßen eines Staukasten entsprochen hat. Nachdem ich den Halter in 3 Teile zerlegt hatte, konnte ich den Staukasten „einfassen“.

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Bereits auf der Abenteuer Allrad habe ich ähnliche Lösungen gesehen. Staukästen für die Fahrzeugbatterien… Staub-/spritzwassergeschützt und zudem verschließbar. Der Halter verspricht die notwendige Stabilität. Selbst für Wellblechpisten sollten genügend Reserven vorhanden sein, hatte der Halter doch zuvor Batterien mit 220 Ah auf seinem Rücken.

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Bei den Batterien habe ich mich für Optima Red entschieden. Das positive Feedback vieler Nutzer hat mich überzeugt. Betreffs der Startfähigkeiten der nun kleinen 55 Ah Batterie mache ich mir keine Sorge, liegen doch hier die Stärken der Red Edition. Durch die Ladeerhaltung mit Land- oder Solarstrom setzte ich zudem stets einen optimalen Ladezustand voraus. Zudem wird das Batterietrennrelais in der Lage sein, die Aufbaubatterien für Startvorgänge kurzzeitig zuzuschalten.

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Im Ergebnis fehlt nur noch etwas Kosmetik. Ansonst bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Update


 

Die ganze Arbeit musste ich noch einmal machen. Der eingeplante Platz zum Zwischenrahmen war viel zu knapp bemessen. Hier lieber etwas mehr Luft einplanen, dann braucht man sich nicht wie ich hinterher ärgern und macht es zweimal.

Der Tank mit 55cm Bauhöhe war völlig ungeeignet. Der Ausleger vom Zwischenrahmen hätte den Tank eingedrückt.

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Also nicht nur Rückbau vom Tank, auch die Tankhalter mussten weichen.

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2 neue Tanks ersetzen den einen großen Tank. Mit einer Bauhöhe von 430mm verbessern sie zwar nicht die Bodenfreiheit, genehmigen aber dem Zwischenrahmen mehr Bewegungsfreiheit.

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Der Befüllstutzen wird im Koffer gleich dem der Radlauf ausgeklinkt.

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Das Gesamt Tankvolumen liegt jetzt bei 500 Litern. Sollte ich das tatsächlich jemals einfüllen, liegt die Reichweite bei einem angenommenen Verbrauch von 25l/100km bei 2000km. Im Normalfall nicht nötig.

Die Möglichkeit in bestimmten Ländern große Mengen an Kraftstoff günstig tanken zu können, ist somit vorhanden. Die Reisekasse freut sich, denn bei den Gesamtkosten einer Reise nehmen die Kraftstoffkosten einen wesentlichen Anteil ein.

Für die Batterie musste ich ebenso einen kleineren Staukasten verwenden. Auch hier doppelte Arbeit, sehr ärgerlich.

 

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